FCB und Sat.1 sind sich einig: Lufen und Flick tauschen ihre Jobs

Dieser Wechsel ist fix! Sat.1-Moderatorin Marlene Lufen wird überraschend Hans-Dieter Flick in seiner Cheftrainer-Position des Fußball-Erstligisten FC Bayern München beerben. Jener wird im Austausch Lufens Platz als festes Teammitglied im Frühstücksfernsehen des beliebten deutschen Privatsenders einnehmen. Damit kommt der Rekordmeister einem potenziellen Rose-Terzic-Deal seiner Bundesliga-Kontrahenten Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach in Sachen PR gekonnt zuvor und schafft es erneut, die Aufmerksamkeit öffentlichkeitswirksam auf sich zu ziehen. Ein doppeltes Zerwürfnis war dem Sensationsgeschäft vorausgegangen. Während Flick aufgrund sozial begründeter Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Umganges mit den Corona-Maßnahmen seitens des Vereines aus eigenen Stücken seinen Rücktritt in einem internen Schreiben angekündigt hatte, informierte Lufen ihre Fans per Instagram-Video über ihr drohendes Ausscheiden aus dem Morgenshow-Ensemble. Sie sprach von kreativen Differenzen als Auslöser für den nahenden Bruch. Dass ein Transferhammer aus dem geteilten Leid des ungleichen Paares entstehen konnte, ist alleinig dem Vorstandsvorsitzenden der FC Bayern München AG, Karl-Heinz Rummenigge, zu verdanken. Nach dem gestrigen Sieg der Klub-WM in Katar äußerte sich der ehemalige Weltklassestürmer ausführlich in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz zu der Verpflichtung Lufens, wie dem damit einhergehenden Abgang Flicks.

Das Besteste was wir hätten machen können!“

Es wäre Zeit gewesen. Das hätte Hansi selbst gespürt. So begann Rummenigge die PK in wohlwollendem Ton mit Bezug auf die baldige Ex-Personalie Flick. Für das Presse-Event hatten die Verantwortlichen sich einstimmig auf die Mannschaftskabine der Bestia Negra geeinigt. In der schmalen Runde aus fünfzig namhaften Journalisten, zu denen ebenfalls aus dem Ausland angereiste Medienvertreter zählten, waren medizinische Mund- und Nasenschutzmodelle optional. Schließlich sei man hier „Dahoam“, witzelte der Vorsitzende keck. Deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger, Champions-League-Sieger, doppelter Supercup-Sieger und jetzt Vereinsweltmeister, das sei alles schön und gut, doch reiche noch nicht. Erstens müsse das von nun an so weitergehen und zweitens werde der FC Bayern in Zukunft durchsetzungsfähiger auftreten. Flick würde sich nicht in der Lage sehen, diesen Weg zu 100 Prozent mitgehen zu können. Skrupel könne man sich auf diesem Niveau nicht erlauben.

Rummenigge stellte diesbezüglich Folgendes heraus: „Da harrt eine Truppe von professionellen Berufsfußballern mal eine Nacht lang einfach so auf dem Rollfeld aus, um auf die Starterlaubnis zu warten. Das sind keine Pfadfinder, die Jungs verkümmern seelisch in so einer Situation. Da muss dann halt auch mal die Bundeswehr aktiv werden dürfen, um uns schnellstmöglich auszuhelfen. Marlene hat Verständnis für so was. Ich glaube, in ein paar Jahren werden wir auf diese Situation zurückblicken und uns alle besinnen. Die Lufen bei den Bayern. Das Besteste was wir hätten machen können!“ Ehrenpräsident Uli Hoeneß bekräftigte in einem später erfolgten Radiointerview diese Ansicht und fügte hinzu: „Der Hans hat die richtige Entscheidung getroffen. Im Fernsehgarten ist er gut aufgehoben und wird dort ein stückweit den deutschen Fußball repräsentieren. Das ist eine wichtige Geschichte.“

Auf ein Heißgetränk mit Lauterbach

Der erfahrene Fußballlehrer Hans-Dieter Flick hatte sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch über die dekadente Weltanschauung der Führungsriege des FC Bayern München geäußert. Insbesondere die fragwürdige Umsetzung der vorgeschriebenen Pandemie-Maßnahmen erregte seinen Unmut. Er freue sich nun auf seinen neuen Job und darauf, das Thema ernsthaft angehen zu können. Es hätte bereits ein Telefonat mit Karl Lauterbach gegeben. Der würde dann mal auf einen Kaffee und zum Torwandschießen vorbeikommen. Auch Lufen wäre dazu eingeladen. Diese hätte jedoch bereits abgesagt. Es wäre Apokalypse, was Flick da anprangern würde. Die Wissenschaft und die VirologInnen hätten zu viel Macht in dieser Angelegenheit der Profifußball hingegen zu wenig Mitspracherecht. Dem FC Bayern München ein Fehlverhalten zuzuschreiben wäre eine schwierige Modellrechnung. Als Cheftrainerin werde sie die Geschehnisse mit einer größeren Handlungsfreiheit aufarbeiten und die Gesamtproblematik hinreichend erörtern.