Keine Cheats für die Liebe, Anime: vier Otakus, zwei Paare, ein Arbeitsplatz

Die junge Angestellte Momose wechselt nach Komplikationen in ihrer alten Firma den Job. An ihrem neuen Arbeitsplatz trifft sie überraschend Nifuji. Er ist ein Freund aus Kindheitstagen und erinnert sich zu ihrem Leidwesen, an ihr dunkelstes Geheimnis. Sie ist Otaku (Nerd, ’n?d). Nachdem sie schon oft wegen ihrer Vorliebe für Comics und Videospiele, von ihrem Umfeld ausgeschlossen wurde, hatte sie eigentlich geplant einen Neuanfang zu starten. Als sie jedoch Bekanntschaft mit ihrer Vorgesetzten macht ist es, um ihre weiße Weste geschehen. Diese ist ein berühmtes Cosplay-Idol. Ihr Freund Kabakura ist wiederum ein Kollege von Nifuji und ebenfalls Otaku. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den Vieren, die viel Slice-of-Life-Charme bereithält, aber auch deutlich macht, was es bedeuten kann, wenn grundverschiedene Charaktere aufeinandertreffen. Letztendlich stellt sich die Frage, ob das Wiedersehen Nifujis und Momoses nicht etwas mehr zu bedeuten hat, als die Auffrischung einer alten Freundschaft. Illustrator Fujita erzählt in seinem neuen Werk eine Geschichte über die Liebe zwischen Nerds, Unterschiede in Partnerschaften und wie diese gleichwohl japanischer Arbeitsstandards zu meistern sind.

Wotakoi besticht mit einem modernen Zeichenstil und zeitgemäßen Animationen. Von Zeit zu Zeit wirken diese etwas zu steril und nehmen dem Gesamtbild an Tiefe. Die Grundstimmung ist jedoch im Verhältnis zu vielen anderen Genre-Ablegern angenehm unaufgeregt. Das gleiche ist über den Humor zu sagen, welcher zwar gewohnt überstilisiert, doch nicht aufdringlich ist. Für Kawaii-Momente wurde rückblickend jedoch ausreichend gesorgt – z.B. dann, wenn die Charaktere in ihre Gaming-Sprites der quietschbunten MMO-Spielewelten schlüpfen. Von Fremdscham werden lediglich jene überrumpelt, die so gar nichts mit der japanischen Popkultur anfangen können. Vor allem Real-Life-Nerds werden sich an den regelmäßigen Verweisen über die lokale Gaming-Szene und Mangakultur erfreuen. Ein maßgeblicher Pluspunkt ist, dass einmal wieder erwachsene Charaktere ein eigenes Standing bekommen, die dem Genre trotz ihrer Verniedlichung mehr Tiefe (und Erträglichkeit) verleihen.

Bisher wurde die Manga-Vorlage effizient in magere 11 Episoden gepresst. Mehr ist leider erstmal nicht zu erwarten. Fans können sich jedoch sowohl auf eine OVA als auch einen Live-Action-Film freuen. Beide sollen im Laufe von 2019 erscheinen.

Prädikat zum Anime: Leicht verdauliche Otaku-Komödie, welche das Thema Liebe mal wieder etwas ernster nimmt.

Jahr: 2018 _ Studio: A-1 Pictures


© Beitragsbild: A-1 Pictures

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music maniac, real! slice of life anime dude, german native, writer of everything nerdy

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