XIII, Videospiel: Remake-News und Rückblick

Remake-News

XIII ist zurück. Der kultige Stealth-Shooter im Comic-Look wird vom französischen Publisher Microïds neu aufgelegt. Entwickler ist PlayMagic aus Malta, die das Remake auf alle Konsolen der aktuellen Generation (PS4, Xbox One, Nintendo Switch) und den PC polen werden. Nach 16 Jahren dürfen sich Fans von damals auf mehr als ein Add-on freuen. Das Release-Datum steht mit dem 13. November 2019 fest.

Rückblick

Seien wir mal ehrlich, ohne einen Knopf im Ohr, wäre James Bond im Smoking nur ein sehr attraktiver Kellner, der mit Karate-Moves Martinis serviert. Ein erfolgreicher Agent braucht bei jedem Auftrag eine verlässliche Rückendeckung, die im Hintergrund die Übersicht behält. Steve Rowland kennt das Problem. Eines Tages wacht er verwundet am Strand auf. Eine Rettungsschwimmerin findet ihn, aber er erinnert sich an nichts. Wie es sich nach einer durchzechten Nacht gehört, trägt er nur noch einen unbekannten Schlüssel bei sich und ist plötzlich tätowiert. Als dann ein paar bewaffnete Schurken auftauchen und beide angreifen wird klar, dass sein Hangover nicht von einer ausgelassenen Sause stammt. In XIII wird der Spieler in eine amerikanische Bilderbuch-Verschwörung geworfen. Der Präsident wurde bei einem Attentat ermordet und ein Foto soll beweisen, dass Steve der Schütze war. Er wird gefasst und vorläufig festgenommen. Doch Hilfe naht. Nachdem er seinen Verfolgern und dem FBI entkommen kann, macht er sich mit Soldatin Jones, mit der er eine Vergangenheit zu haben scheint, auf die Suche nach der Wahrheit.

XIII wurde ursprünglich von Ubisoft Paris entwickelt und basiert auf der Grundlage des franko-belgischen Comics. Die Story wurde schon damals clever umgesetzt. Selbst wem alle Agenten-Klischees der Filmgeschichte bekannt waren, bekam ein Interesse daran, den Fall um die Meuterer The XX aufzuklären. Als Steve Rowland machte es zudem eine Menge Spaß zu schleichen, ballern und Informationen in Erfahrung zubringen, ohne aufzufliegen. Der treibende Soundtrack überzeugte stimmungsvoll und brachte beizeiten ein Stück weit Cowboy-Bebop-Feeling auf. Bei Spionage-Passagen standen dem Spieler hilfreiche Gadgets zur Verfügung. Darunter ein Enterharken zum rasanten erklimmen von hoch gelegenen Orten und ein Dietrich für den schnellen Einstieg in bewachte Räume. Zwischensequenzen wurden als Comic-Strips präsentiert und fassten das Geschehen von Level zu Level zusammen. Doch auch im laufenden Spielbetrieb wurde das Game-Design smart genutzt, z.B. durch die Visualisierung der Geräusche herbeieilender Gegner. Schaltete man einen von ihnen mit einem gezielten Treffer aus, wurde dies ebenfalls verbildlicht. Der markante Look entstand damals mit der noch heute oft verwendeten Cel-Shading-Technik, die durch spätere Games, wie The Legend of Zelda: Wind Waker, Okami und der Borderlands-Reihe mehr Bekanntheit erreichte. Brandneu war dieser Stil jedoch nicht. Jet Set Radio und Fear Effect hatten bereits 2000 damit beeindruckt. XIII war vor allem mit Blick auf die PS2-Era ein innovatives Release. Es hatte jedoch nicht nur positive Elemente etabliert, sondern den ein oder anderen Makel mitgebracht. Einer von ihnen heißt Balance. Es war nicht immer klar, warum und wann NPCs das taten, was sie taten. Bei einem Spiel in dem es größtenteils darum ging zu erahnen, welche Laufwege und Aktionen als nächstes folgen sollten, war das oft frustrierend. Eine Erinnerung: In Level 14 (Plain Rock 2) wurde beispielsweise gefordert eine Mitarbeiterin des medizinischen Personales als Geisel zu nehmen, damit ein Security-Beamter den Ausgang freigibt. Dabei offenbarten sich einige Fragezeichen. Nahm man die vorgegebene Person als Geisel und wollte eine Tür öffnen oder einen Scanner betätigen, um zu fliehen, war dies selten möglich, ohne im Angesicht von Verfolgern schlagartig von Schüssen getroffen zu werden. Lies man selbige Person, dann aus Sturheit stehen und schoss sich auf eigene Faust den Weg frei, wurde einem trotzdem die Flucht ermöglicht. An solchen Punkten lies einen der Support gerne einmal im Stich, da es nicht immer vollkommen ersichtlich war, welche Herangehensweise am Ende zu einem erfolgreichen Abschluss einer Map führte – oder warum es mal nicht funktionierte. Zudem trug die hakelige Konsolen-Steuerung nicht gerade dazu bei, sich möglichst unbemerkt von hinten anzuschleichen oder Feinden frontal mit einem Gegenstand eins überzubraten. Die Handhabung der Schusswaffen funktionierte hingegen durchweg gut.

XIII wurde Anfang der 2000er zurecht mit Lob von seinen Kritikern aufgenommen. Es hatte einen frischen Stil, skurrile Charaktere und war mit seiner peppig inszenierten Story ein tolles Spielerlebnis. Mit einem Augenzwinkern war es irgendwo zwischen den Big-Playern, wie den James-Bond-, Splinter-Cell- und Metal-Gear-Solid-Reihen einzuordnen. Auch Sly-Cooper-Fans konnten Ubisofts klassischer Alternative zum Mainstream-Ego-Shooter eine Chance geben. Wer kein allzu rundes und poliertes Gameplay erwartete, kam Undercover auf seine Kosten.

Nun ist es Mitte November wieder soweit. XIII geht aufgehübscht und zeitgemäß modelliert in eine neue Runde und wird mit Spannung erwartet.


© Beitragsbild: GameSpot

„Let´s Play!“: Wer spielt mit wem?

4:30 Uhr, ein verdunkeltes 1-Raum-Apartment

Mmh, oh man, schon wieder woanders? Sind wir den Verfolgern entkommen? Hier sieht man ja gar nichts. Wo ist mein Handy? Da. Taschenlampe anschalten. Huh? Mein Zimmer? Wow, was für ein merkwürdiger Traum. Jetzt wird mir einiges klar. Da hab ich mir in letzter Zeit wohl zu viele Let´s Plays gegeben. Aber wieso die negativen Vibes? Autsch. Irgendwas liegt unter mir. Mein Ethnologie-Buch. Stimmt ja. Ich sollte langsam anfangen es zu lesen. Und das ist mein Laptop. Uff, darin wartet noch ein digitaler Stack of Shame an Games. Zu viel zu tun, zu wenig Zeit. Jetzt dämmert mir wieder warum ich grade einen weiten Bogen um YouTube, Twitch und Co. machen sollte. Doch es ist nicht nur die gefressene Zeit, sondern die Unzufriedenheit, die sich in mir Breit macht, wenn ich die Worte Let´s Play lese. Schon erstaunlich, wie sich dieses Phänomen so entwickeln konnte. Schließlich wurde es vom einen auf den anderen Tag komplett zweckentfremdet.

Der User Michael “slowbeef” Sawyer gilt als offizieller Erfinder und Begründer des heutigen Videospiel-Broadcasting-Hypes. Die meisten Online-Historiker beziehen sich dabei auf einen Post, welchen er 2005 im Forum der Website Something Awful tätigte. Wortwörtlich schrieb er damals „Alright, let´s go crazy LP style!“ und verlinkte ein Gameplay-Video des Spieles The Immortal, welches einen laufenden Kommentar enthielt. In einem Blogeintrag von 2013 wies er die Urheberschaft jedoch endgültig von sich und erklärte dies wie folgt:

„… the closest I can find in forums memory is that one day, on the Something Awful forums, some goon made a thread titled “Let’s Play Oregon Trail.” He invited other goons to join the wagon and five random forum members (or their namesakes) made the virtual trip across Country.“

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Aus seiner Sicht war also jemand anderes der Erste. Ein heute unbekannter Gamer, der im selben Forum nach Mitspielern für das Text-Adventure Oregon Trail suchte.

An diesem Punkt der Geschichte hoffe ich immer, dass es keine neuen Erkenntnisse mehr bezüglich des ersten Let’s Play geben wird. Denn slowbeef´s Erzählung ist für mich eine, die auf einem hohen Ton endet. Der Ausruf „Let´s Play!“ sollte eine tatsächliche Aufforderung sein, mit dem Willen andere in ein Spiel einzubeziehen. Das heutige Vorstellen und Streamen von Games kann man vielleicht „Watch Me Play!“ oder „Play 4 You“ nennen, aber es hat letztendlich so rein gar nichts mit gemeinschaftlichem Zocken zu tun. Es ist halt alles nur Show. Für manche ein spaßiger Zeitvertreib, um sich beim Daddeln mal richtig auszuquatschen und für leider doch so viele lediglich ein lohnendes Geschäft, um Abos und Klicks. Natürlich hat dieses Format seine Berechtigung. Ich hoffe dennoch, dass sich die Szene zukünftig vom Ego-Trip vor der Kamera weg entwickelt und Community-Events wieder in den Fokus rücken werden. So lange sich Let´s Plays amtlich durch Spenden und Werbung finanzieren lassen, bleibt das jedoch wohl erst einmal ein utopischer Gedanke.

Mal auf die Uhr gucken. 5:15 Uhr. Okay, ich hau mich wieder hin. Genug gegrübelt. To-do-Liste für den kommenden Tag: 1. Ethnologie-Büffeln.

schnarch


© Beitragsbild: slowbeef

Nintendocore is undead: an interview with Ditto´s Blood

The unobtrusive vanishing of nintendocore name givers and personified monuments of the genre Horse the Band (last release: Desperate Living in 2009) kicked off rumours about the termination of a whole music scene. Eventually it certainly declared the end of an era, but the inspiration taken from the sound systems of classic video game consoles and the soundtracks of their virtual worlds remained an extraordinary ingredient for modern rock and metal bands to step up their game. As usual dedicated underground artists took care of keeping the genre from decaying in the graves of their creators. To this day bands are trying to revive what seemed to be lost with their own interpretations of nintendocore. One of them are Ditto´s Blood from Mantova, Italy. They just released their seconed EP with the name The Lost Files. I´m very excited to welcome Player 1 Ferra and Player 2 Kaioh for a quick chat about the genre and their project.

Hi guys, thanks a lot for making time for this interview. How are you doing?

„It’s not time for an interview man, we’re playing CoD XD xD“

You are a two-piece band and I guess the computer is kind of your third member as you compose along bit sounds and effects in your songs. How do you split the production apart from that?

„We write our songs together during lunch breaks, Kaioh is the chief of production and Ferra writes lyrics. It all starts with the idea taken from a videogame that we played recently or in the past (not only videogames, they could be TV series, movies, snacks), we write parts of the track and then we assembly everything with the help of the holy computer.“

Electronica never seems to fall out of vogue, especially for bands that come from a post hardcore background. Moreover Nintendocore is kind of a niche that is part of niche itself. What inspired you both to create Ditto´s Blood?

„Back in 2011, we had a Deathcore band called ‚Anal Phobia‘. We were self-recording an EP in that period, a night the other members didn’t come to the studio, we were bored and recorded a cover of ‚Rainbow Road‘ (IAmError). That cover was just random, we even didn’t know lyrics (there are some part where you can hear Kaioh singing in Italian). After a while we have published, we noticed many people actually listened to that cover and we decide to start write original stuff, like our first song ‚Lavender Again‘ (first version was just awful, it was recorded in a bedroom). Later that we opened up our FaceBook page and some people started to follow us. After a couple of years of concentration on the other Deathcore project with the release of the album ‚Unarm‘, in 2013 we noticed our fanbase grew up and we had time to write and produce our first work ‚Enguarde‘. In the last years we were busy with other projects, but this year we had the chance and the time to meet again and to write stuff like in the old times.“

I´m always interested, when I notice that a band uses video game sounds. I have to admit that it is most of the time a gimmick to me, though, like: „Hey, these guys make video game rock. I like video games.“ When I gave your first EP Enguarde (nice cover by the way) a listen I thought: „Damn, these are actual songs with song structures and depth.“ Is it important to you to give people this kind of experience?

„The idea is to take people inside our mind travels in videogames and make them live in first person. This takes time to make either a song or an album.“

Your new EP The Lost Files is out since yesterday (16.05.2019) and I´m pretty stoked. While Enguard was longer and more ambient, TLF feels really tight and packed with harder beats. What kind of approach did you take, when you wrote the songs for it and was there something you wanted to make sure to be different this time?

„First of all, TLF is the uncompleted ‚Mothraya‘ album. We began to write and record our first songs for the album (back in 2015), but with time we lost all the files of the projects and then we decide to forget ‚Mothraya‘. After 4 years, when we restarted to write some stuff (like VIII), we decided to publish a collection called ‚The Lost Files‘ filled with old songs and a cover which was supposed to be in the album tracklist (Crystal Castles‘ XXZXCUZX ME).“

Big N, Playstation or Xbox?

Kaioh: Nintendo (“Pokémon are my life, I’ve got two of them tattoed on me. I’ve got the Pokédex book in the bathroom as well“).
Ferra: PlayStation (“I grew up with the Final Fantasy saga“).

In a battle royal, who would each of you choose as a partner? Sonic, Bowser, Pikachu, Link, Chrash Bandicoot or Master Chief?

Kaioh: Crash Bandicoot (“yes, I said Pokémon are my life, but I hate Pikachu. I mean, it’s everywhere. I’m sorry but I’m in love with Crash!“)
Ferra: “I would like to exit from this list, I wanna choose Gabe Logan from Syphon Filter“.

Obviousley video games play a role regarding the lyrics of your tracks, too. What where your major themes of reference on this release and are you inspired by other fiction, when you write music?

„As we said before, when we write stuff we take in consideration every videogame we saw/played when we were young. We have a lot in common about it, an RPG passion, Kaioh used to play a lot with old videogames while Ferra plays new stuff.“

Have you played live shows by now? If yes: Are you a rare band in Italy related to nintendocore and will there be more dates? If no: Are you planning to do some in the future?

„We only had one live experience with Ditto in a school party (a Christmas party) in 2011, but it was only for joke…they removed the music because it was too ‚metal’…damn. Big announcement here for you: this May 30th we will release our newest track, ‚Nowhere‘. After that, we wanna start with some dates, but we’re still in search of a booking at the moment.“

Ferra, Kaioh, you have successfully completed this level. Please let the readers know how Ditto´s Blood can be supported and if we are lucky, be able to play sets in Germany one day.

„If you wanna support us, please follow us on Spotify, Instagram & FaceBook (we’re everywhere)! Thank you very much for this interview, we hope to play soon in Germany! XOXO“


© featured image: Ditto´s Blood, bandcamp

Ages – Rest Your Head, EP: verbrannte Erde

Ob es Kisten voller Vinylplatten oder die Weiten des Internets sind, als Musik-Fan ein Juwel auszubuddeln ist eine Angelegenheit, die mit glücklichen und wehmütigen Gefühlen einhergeht. Glücklich, weil ein guter Musikfund eines der besten Dinge ist, die es auf dieser Welt gibt. Wehmütig, weil man sich fragt, wieso der Menschheit gute Musik oft aufgrund von schwieriger Vermarktung vorenthalten wird. Ages Rest Your Head ist ein solches Juwel. Über die Band ist nicht viel bekannt. Heimatstadt: Cleveland, Ohio, US. Mitglieder: Carson, Connor, Erik, Cern. Genre: Hardgazepunk? Ja, bei der Definierung ihrer musikalischen Ausrichtung ist Fantasie gefragt, da die Jungs eine interessante Mischung aus Hardcore, Shoegaze und Pop-Punk spielen. Ihre erste und einzige LP Sleep On It (2011) konzentrierte sich noch weitgehend auf das Erstere, aber brachte schon eine saftige Emo-Note durch melancholische Riffs und Melodien ein. Auf der folgenden EP Rest Your Head (2014) zeigten sich die Northeast-Punks experimentierfreudig und brachten neue Elemente in ihre kurzgehaltenen Songs ein, die durchschnittlich eine Spieldauer von eineinhalb Minuten haben. Der Titeltrack „Rest Your Head“ ist der einzige Song der gesamten Bandgeschichte, der mit einer Länge von knapp zweieinhalb Minuten mit dieser Tradition bricht. Dafür sind die sieben einzelnen Tracks perfekt durch den Wechsel zwischen klaren und geshouteten Vocals, trägen Grooves, wie schnellen Drum-Beats und ikonischen Midwest-Melodien ausgefüllt. Ages ist eine Band für Fans von H20, Turnover und Set Your Goals zugleich, die wohl immer ein Geheimtipp bleiben wird. Ist vielleicht auch besser so, da Rest Your Head am besten in einer Stimmung aus Frohsinn und Wehmut zu genießen ist.

Prädikat zur EP: Hardcore-Mix für jede Gefühlslage.


© Beitragsbild: Ages, bandcamp

Mayfield – Careless Love, LP: Herz bleibt zurück

Wenn es um Musik geht, die auf Hardcore-Punk basiert, ist es ein Risiko mit Gegensätzen zu spielen. Mayfield aus Ottawa, Kanada, ist es egal was wer in seiner oder ihrer Definition eines Genres brauch und sind Naturtalente im Zusammenbringen ansonsten konträrer Elemente. Als fehlendes Bindeglied zwischen Architects und Being As An Ocean präsentieren sich die sanften Rowdies als Energiebündel, dass sich selbst durch die eigens produzierte Spannung, die in ihren Songs entsteht mit Elektrizität versorgt. Carless Love (März 2019) ist die erste LP der aufstrebenden Band, die schon auf ihrer EP Hollow Embrace unter Beweis stellte, dass von ihnen zukünftig große Schritte erwartet werden dürfen. Ob sich die Explosivität ihrer Idee eines melodischen Hardcores auf eine längere Spielzeit übertragen lässt, hat sich nun gezeigt.

Die Antwort ist: ja. Auf Careless Love haben Mayfield keine Sekunde ungenutzt gelassen, um ihren Punkt klarzumachen. Gegensätze ziehen sich an. Auf farbenprächtige Melodien (Wes Lee) und ein ausgezeichnet ausgeführtes Shouting (Patty Tirrel), dass sowohl Höhen und Tiefen kennt, folgt engagierter mal klarer, mal geshouteter Backing-Gesang durch Zach Loates (Gitarre) und Brad Healey (Bass) und ein stets pointiertes Drumming (Zane Knight), welches von einfachen Drum-Rolls über den kreativen Einsatz des Double-Bass bis zu kurzen Blast-Beats in allen Belangen abliefert. In einem Interview erklärte die Band dies bezüglich:

„We collectively have a wide range of music that we listen to so we try to include all influences in the creating process. We don’t try to sound a certain way.“ – (das komplette Interview auf ottawashowbox.com)

Und das hört man, denn gebündelt funktionieren diese unterschiedlichen Faktoren am besten. Zum Beispiel beim Einstieg mit „Do You Miss Me?“, wo sich melodiöse und dissonante Gitarrenpassagen die Hände reichen. In den Songs „Recovery“ und „My Heart Gets Left Behind“ sind besonders die Gesangsleistungen von Tirrel und Loates hervorzuheben, die jedem in den Arsch treten, der behauptet Hardcore und klarer Gesang gehören nicht zusammen. „Blossom“ und „Sleep Alone“ liefen der Crowd Refrains, die zum gemeinsamen Grölen einladen und zu keiner Zeit fehl am Platz wirken. Da sind das Interlude „The Missing Piece“, das sich im Gesamtkonzept musikalisch wohlig gut eingliedert und der Song „Blindside“ der durch eine Anlehnung an Mathcore-Riffs überrascht. Mit dem Titelsong „Careless Love“ klingt das Album ruhig aus. Ein passender Abschluss für eine LP, welche die Diversität aus harten und weichen Klängen so darzubieten weiß, wie diese. Loates sagte solarstr1ker.blog über die Motivation im Schreibprozess:

„We set out to write Careless Love with an intention to maintain a theme throughout the record. It’s not necessarily a concept album, but there’s a constant energy that’s carried from start to finish.“

Prädikat zur LP: Ambitionierter Metalcore, der mehr ist als die Summe seiner Teile.


© Beitragsbild: Mayfield, bandcamp

Birthright – Let Me Down Easy, LP: Erinnerung an Dich

Aus dem Boden den die US-amerikanische Post-Hardcore-Bewegung The Wave (begründet von den Bands: La Dispute, Make Do And Mend, Defeater, Pianos Become The Teeth und Touché Amoré) Ende der 2000er mit ihrem frischen Sound für neue Generationen bereitete, erhoben sich viele Newcomer (Birds in Row, The Saddest Landscape), die sich in den folgenden Jahren von den experimentellen musikalischen Ansätzen inspirieren ließen. Für diese bestand eine Sehnsucht nach mehr Emotionalität und ehrlichen Gefühlen und weniger modischen Metalcore-Anleihen, mit denen erfolgreiche Szene-Bands wie Atreyu und Escape the Fate Bekanntheit erreichten. Dafür sollte es zurück zu den Wurzeln gehen, die von Vertretern der ersten Stunde, wie At the Drive-In und Drive Like Jehu ausschlugen.

Auf Let Me Down Easy (Juni 2018) ist der Geist dieses Aufschwungs allgegenwärtig. Dahinter stecken die Musiker von Birthright aus Baltimore, Maryland und vermitteln in 10 Songs gekonnt, was The Wave noch heute predigt. Es sind die tiefen gefühlvollen Texte, die harten Schreie, welche durch das Mikrofon hallen und die zärtliche Instrumentalisierung, welche zeigt das Post-Hardcore keine Breakdowns braucht, um weiter im Gespräch zu bleiben. Klassisch geht es auf Let Me Down Easy, um Beziehungsprobleme, all den Schmerz, der sich aus zwischenmenschlichen Erlebnissen ziehen lässt und die Erinnerungen an langsam verblassende, bald schon fremde Gesichter.

„I can hear your call In the distance As the wind blows The entire world Stood still Where is this beauty In my darkest days?“ – Light Of Your Love

Birthright spielen trotz ihrer starken melodiösen Einflüsse und gewohnt alternativen Rhythmen gerade heraus und sind nicht komplett verloren in dem, was sie durch ihre Musik vermitteln wollen. Diesbezüglich können Brücken zu den kanadischen Post-Hardcore-Helden Alexisonfire (vor allem stimmlich erinnern das Shouting und die klaren Gesangsparts an George Pettit und Dallas Green) und dem Melodic-Hardcore-Genre geschlagen werden. Let Me Down Easy ist somit sowohl eine Empfehlung für Veteranen als auch junge Fans der Szene.

Prädikat zur LP: Emotionaler Post-Hardcore, der sich an Stilistiken à la The Wave orientiert.


© Beitragsbild: Birthright, bandcamp

Hearthstone und das Verstehen von Spelunken

Als Kind habe ich diese Orte als unheimlich empfunden, jene für Außenstehende scheinbar verlassenen Spelunken mit den Spielautomaten. Sie waren für mich ein Indikator für die Zwielichtigkeit einer Gegend. Wer sollte sich schon darin aufhalten, wenn nicht Schurken und Herumtreiber, die ihr Klimmpergeld loswerden wollten und das Tageslicht scheuten. Vermutlich stank es dort nach Bier und Zigaretten. Weil auch die zahlende Kundschaft nach Bier und Zigaretten stank und sich niemand bereit erklärte mal ab und zu irgendwas zu putzen. Zum Beispiel die einarmigen Banditen oder was es sonst an Glücksspielgerätschaften gab. Und was war das nur für eine Leidenschaft, die Menschen für solche Spiele begeisterte. Münze einwerfen, Knöpfe drücken, Bilder abwarten. 7. Zitrone. Pflaume. Mist, kein Gewinn. Vielleicht war ein anderer Automat spendabler. Münze einwerfen, Knöpfe drücken, Bilder abwarten. Krone. 20. 90. Wieder nichts. Da lobte ich mir meinen Super Mario mit dem ich auf dem Game Boy meine Geschicklichkeit testen, Gegner besiegen und abenteuerliche Level abschließen konnte. Bis zum heutigen Tage habe ich keines dieser Vorstadt-Casinos je von innen gesehen und bin immer noch nicht scharf darauf. Seit ich mich allerdings wieder einmal bei Hearthstone eingeloggt habe, kommt es mir vor, als könnte ich die Faszination für Spielautomaten mit Geldgewinnmöglichkeiten verstehen. Ich stieß nach langer Pause erneut auf Hearthstone, weil ich keine Lust hatte ein Triple-A-Game mit einer riesigen Kampagne und komplizierten Spielmechaniken zu beginnen und verfiel kurzerhand der Mobile-Version des Online-Sammelkartenspieles von Blizzard. Das Gameplay ist einfach, die Prozedur sich zu verbessern ebenso simpel für jemanden dem Vorläufer des Genres, wie Yu-Gi-Oh und Magic: The Gathering bekannt sind. Gespielt wird mit einem Helden, der ein Deck aus Monster- und Zauberkarten befehligt. Diese werden durch den Einsatz von Mana beschworen. Das Ziel ist die Vernichtung der Lebenspunkte des Gegners. Duelle werden gegen den Computer oder andere User ausgefochten. Hinzukommen Modi, welche sich durch Storylines und Rätselaufgaben abheben. Passenderweise ist das Setting eine Taverne. Also sowas, wie eine mittelalterliche Spielhölle/Bar. Und letztendlich bleibt Hearthstone ein Spiel, von dem man sich ohne einen geistigen Kraftaufwand berieseln lassen kann. Denn es basiert auf dem Papier-Stein-Schere-Prinzip. Papier, das sind die Angriffswerte der Monster. Stein, die Verteidigungswerte. Schere, die Unterstützungseffekte, die das eine oder das andere verstärken. Wer cleverer aufgestellt ist, der siegt. Und die richtigen Karten bekommt man nur durchs zocken. Eine Partie. Noch eine. Wieder und wieder. Während der nächste Kontrahent gesucht wird, dreht sich ein klappernder Slot. Wie es in den Spelunken üblich ist. Bei den klebrigen Automaten. Jetzt sitze ich da, an einem sonnigen Tag. Die Rollladen sind nur um ein Viertel hochgezogen. Battle.net sei Dank kann ich zum Laptop wechseln und spiele nun mit meinem Account auf einem größeren Bildschirm weiter. Es muss zwielichtig aussehen, wie ich da am Esstisch hocke, in der halb verdunkelten Ecke meines Zimmers. Für zwei oder drei Stunden. Wieso rieche ich dann manchmal Bier und Zigaretten? Ich drücke die Tasten der Maus und warte auf neue Bilder, die meine Gewinnchancen hoffentlich steigern werden. Magma Rager. Silverback Patriarch. Angry Chicken. Diese Runde ist verloren.


© Beitragsbild: Blizzard Entertainment

Windows96 – One Hundred Mornings, LP: Gute Nacht, Internet.

Der digitale Horizont ist wunderschön. In verlorenen ewigen Nächten in denen eine Reise ohne ein wahrhaftiges Ziel gehaltvoll und bedeutsam sein kann, liegt er brach in der Ferne. Als Wegweiser und Platzhalter. Denn diese Gefilde sind endlos. Er dient nur als Kulisse, um den Verstand einer vor ihm wandernden Seele zu beruhigen. Wie die Zeit vergeht, an einem dritten Ort, der alles verspricht und es einhält.

„A setting beyond home and work (…) in which people relax in good company and do so on regular basis“ – aus Third Places nach Ray Oldenburg

Willkommen im Internet. Bleibt für immer. Wer würde dieses Reich wieder verlassen wollen, in dem jeder alles sein kann, alles finden kann, alles fühlen kann, ohne Anstrengungen und in dem keine Schwerkraft herrscht. Wo alle Antworten zu finden sind und niemand alleine sein muss. Der Rausch setzt unbewusst ein. Klick. Ein Daten-Strudel öffnet sich und ein neues Kapitel bahnt sich an. Klick. Es fühlt sich gut an frei zu sein. Denn der Sog übt keine Gewalt aus. Er ist bequem, die einwirkenden Kräfte entspannend. Um einen herum ziehen Werbungen vorbei und tropfen leise in das Lichtermeer. Stimmen hallen aus ihren Richtungen. Warme Bariton-Vibrationen enthüllen neue Produkte. Der Konsum ist Teil der Erfahrung. Kühle Getränke, lebendige Communities, der passende Film, Online-Spiele und aktuelle Mode. Jedes Bedürfnis wird befriedigt. Die Flucht vor der Wirklichkeit ist ein künstliches Unterfangen. Nein, sie ist künstlerisch. Und wer der Leidenschaft für ihre Kunst erliegt, sich gar vollkommen fallen lässt, wird möglicherweise nie wieder auf einen Boden der Tatsachen gelangen. Jedes Video, jeder Live-Stream und jeder zum Eintritt zugängliche Chat-Verlauf sind ein neuer Sonnenaufgang in den weiten des World Wide Web, in denen nie Ruhe einkehrt.

„Caligula“ erblüht mit wabernden Synthesizer Klängen, die sich für einen Moment in eine elektronische Orgel-Passage wandeln und eine nahezu zeremonielle Atmosphäre schaffen – doch die Messe ist längst gelesen. Der Körper brauch endlich Schlaf, um sein spirituelles Chache zu säubern. Mit „Visage“ (Track 2) ergibt sich ein Thema, dass durch geisterhafte Hintergrundeffekte den weiteren Exorzismus vorbereitet: mal sphärisch („Visions II“), mal verregnet („Bliss“) und hier und da melodiös. Als Fundament des Albums dienen durchweg die markanten Beats eines E-Drumsets, die dennoch stets genug Spielraum für interessante Vaporwave-Interpretationen lassen. Das gedimmte futuristische „Mind Mirage“ ist ein passender Ausklang, nachdem „Rituals“ mit einem Hauch Tropicalia noch einmal für positive Energien sorgt.

One Hundred Mornings (Juli 2018) ist die bis dato letzte LP des brasilianischen Musikers Gabriel Eduardo. Ein Weckruf für jene, die ihren Geist zum Download freigegeben haben. Ein beruhigender Alarm, der zu verstehen gibt, dass es Zeit ist sich vom digitalen Horizont abzuwenden.

Prädikat zur LP: Melodischer Chillwave für Nachtschwärmer.


© Beitragsbild: win96, bandcamp

Das reBuy-Siegel: reSell, reFresh, reTour

„Die reBuy reCommerce GmbH betreibt mit http://www.rebuy.de einen Online-Shop für den An- und Verkauf gebrauchter Elektronik- und Medienartikel.“ – www.gruenderszene.de

Mehr ist (abgesehen von meiner Story) bezüglich des hippen, international vertretenen Unternehmens aus Berlin eigentlich auch nicht zu wissen. reBuy preisen sich bereits seit ein paar Jahren als die neuen Heilsbringer der Gebrauchtwaren-Industrie und machen sich durch den An- und Verkauf von elektronischen Secondhand-Geräten die Taschen voll. Das Ganze funktioniert nach einem Prinzip, das so alt ist, wie der Handel. Ware wird spottbillig eingekauft und teuer weiterverscherbelt. Die Rechtfertigung dafür liest sich erst einmal löblich:

„Als reCommerce-Unternehmen verlängert reBuy den Lebenszyklus von Elektronik- und Medienprodukten und geht verantwortungsvoll mit bestehenden Ressourcen um.“ – www.gruenderszene.de

Und das ist noch nicht alles, denn:

„Dafür hat reBuy einen eigenen Refurbishment-Prozess entwickelt, der Gebrauchtwaren nach vorgegebenen Qualitätsstandards aufwertet.“ – www.gruenderszene.de

Überragend. Die Umwelt profitiert nach Omas und Opas Devise einer nachhaltigen Wiederverwertung jeglicher Haushaltsgegenstände und reBuy macht mit dieser guten Tat sogar Gewinn. Wenn sie jetzt noch irgendwie ihre Käufer mit ins Boot holen könnten, dann wäre die Dreifaltigkeit des guten Kapitalismus perfekt.

Was man reBuy mit Sicherheit nicht vorwerfen kann ist ihr Bestreben durch diesen Refurbishment-Prozess Umsatz generieren zu wollen. Ein absolutes No-Go ist jedoch ihre stark beworbene Rückgabe-Politik, die mit ihrem sogenannten reBuy-Siegel steht und fällt – und ferner das eigentliche Alleinstellungsmerkmal im Rennen mit den Kleinanzeigen ist. Es handelt sich dabei, um einen Sticker, den man auch von anderen Anbietern kennt und welcher nach der funktionalen Prüfung eines Gerätes angebracht wird. Er ist normalerweise an Stellen zu finden, die schwierig zu erreichen sind und gleichzeitig kennzeichnet er den Zugang zu sensiblen Mechaniken. Wird das Siegel gebrochen bzw. durchtrennt verfällt die Garantie des Anbieters, da die Ware bei einer nicht vorgesehenen Nutzungsweise Schaden genommen haben könnte. Das ergibt durchaus Sinn, denn auch der Verkäufer hat ein Recht auf Schutz. Dieser Verfällt für mich jedoch bei mangelnder Transparenz und Opportunismus bei den eigenen Maßstäben.

„Im Online-Shop erhalten Kunden neben einem Festpreisangebot und sofortigem Versand auch die 36-monatige reBuy-Garantie.“ – www.gruenderszene.de

Da ich durch das Fehlen eines ausreichenden Rechtssystems Abstand vom privaten Handel mit gebrauchten Gegenständen genommen habe, hatte mich die reBuy-Garantie als Käufer schnell im Sack. Ich bestellte eine N64-Spielkonsole mit Zubehör und war enttäuscht als diese nach ihrer Ankunft nicht funktionierte. Gott sei Dank würde ich mich jedoch auf die Rückgabe-Garantie eines fairen Betriebes verlassen können. Also dachte ich, denn was ich bekam, war keine Erstattung, sondern den schwarzen Peter.

In einer E-Mail wurde mir mitgeteilt, dass das Gütesiegel durchtrennt worden wäre und mir die Konsole deshalb zurückgeschickt werden würde. Über einen ebenfalls mitgesendeten Bewertungslink äußerte ich meine Verwunderung. Eine weitere E-Mail wiederholte die Angaben der vorherigen und ich wartete somit auf die Retour des N64. Hatte ich die Konsole versehentlich geöffnet? War da irgendwo ein Siegel? Ich erinnerte mich. Klar, da auf dem Modul für die Speichererweiterung klebte ein Sticker. Doch was hatte diese Stelle bitte mit der restlichen Elektronik zu tun?

Die Konsole war wieder da und tatsächlich klebte derselbe Sticker noch immer auf dem Memory Expansion Pack. Unbeschädigt. Und oben darauf ein Weiterer auf dem stand:

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„Kein Umtausch bei zerstörtem Siegel!“. Da drüber das reBuy-Logo.

Weshalb wurde der N64 nun nicht zurückgenommen? Ein Telefonat am heutigen Morgen brachte mehr oder weniger Aufschluss. Der Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung erklärte mir energisch, dass es sich tatsächlich, um einen Siegelbruch handeln würde, der sich innerhalb des Gerätes zugetragen hatte. Die Konsole musste so gesehen fachmännisch und mit einem hohen Aufwand geöffnet worden seien – dass hätten die Experten vor Ort festgestellt. Mit anderen Worten: Das Gespräch war nach Textbuch beendet. Also dachte er. Ich beharrte jedoch weiter auf meinem Recht. Schließlich klebte das unbeschädigte reBuy-Siegel ja über dem vom Hersteller zum alltäglichen Wechsel vorgesehenen, herausnehmbaren Speichermodul und nicht irgendwo tief im Inneren der Konsole. Die Qualitätssicherung hatte anscheinend fehlgeschlagen, denn er lenkte ein und ich konnte eine hoffentlich letzte Retour zurück an das Unternehmen einleiten. Mal sehen was daraus wird.

Es gibt einige Käufer, die sich im Netz unter dem Suchbegriff „rebuy siegel“ zu dieser Masche in Foren und Kommentaren bereits vor Jahren geäußert haben. Und dass laut und mit völligem Unverständnis.

„Es ist unmöglich dass ein eventueller Siegelbruch von mir stammt – entweder gab es den schon vorher oder die versuchen mich zu verarschen. Wie soll ich das aber beweisen?“ – ollekungen, community.ebay.de

„Ich habe größere RAM ricel eingebaut, und nun meinen die, dass die Gewährleistung dadurch erlöschen sei.Ich bin der Meinung ,dadurch dass der RAM nicht im Zusammenhang mit der Grafikkarte steht das nicht gerechtfertigt ist.“ – maximuff13, iszene.com

Ich selbst musste mich nach einem Kleinanzeigen-Geschäft einmal als „der Böse“ sehen, weil jemand nicht mit dem Zustand meiner Ware einverstanden war. Und er bekam sein Geld letztendlich legitim zurück. Ein Handel kann mal schiefgehen, doch ein dreistes Geschäftsmodell daraus zu machen andere wissentlich in die Irre zu führen ist nicht in Ordnung. Das Unternehmen reBuy sollte seine Rückgabe-Politik (unser Wort gegen das Ihre) schnellstmöglich überarbeiten und seinen qualitativen Ansprüchen gerecht werden. Bis dahin ist davon abzuraten dort zu kaufen und verkaufen.


© Beitragsbild: reBuy